Wie sieht „The New Normal“ im Retail aus?

Dan Haggerty Dan Haggerty
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Ein neuer Tag bricht an im Einzelhandel.

Marken, die im heutigen Einzelhandelsumfeld erfolgreich sein wollen, müssen sich spontan anpassen können. Die Tage der riesigen Einkaufszentren und Hypermärkte sind gezählt. Stattdessen sind Pop-up-Stores und schlankere Läden die Norm.

Was bedeuten die Veränderungen der Retail-Landschaft für Käufer und Marken?

Technologische Fortschritte und ein starker Fokus auf Omnichannel haben eine neue Ära im Einzelhandel eingeläutet. Diese Neuerungen werden sich voraussichtlich als „The New Normal“ etablieren.

In der neuen Normalität wird viel Wert auf die Zufriedenheit der Omnichannel-Verbraucher gelegt…und das mit gutem Grund. Omnichannel-Verbraucher sind wertvoller als Kunden, die ausschließlich online oder im Laden einkaufen. Laut einer Studie der Harvard Business Review geben Omnichannel-Käufer 4 % mehr in Läden und 10 % mehr für Online-Shopping aus als ihre Pendants, die nur über einen einzelen Weg ihre Käufe tätigen.

Amazon, als Spitzenanbieter der Omnichannel-Erfahrung eingestuft, hat die eindeutige Führung in dieser neuen Normalität übernommen. Die Marke hat sich neu erfunden und sich von einem reinen Online-Buchhändler zu einem Einzelhandelsriesen entwickelt. Die Entwicklung vollzog sich bislang vom reinen E-Commerce Anbieter hin zum lokalen Unternehmen mit physischen Stores und Stores ohne Checkout. Amazon hat weiterhin Dash-Buttons eingeführt, um einfaches In-Kontext-Shopping zu ermöglichen. Mit diesen Dash-Buttons können Nutzer ihre Lieblingsprodukte mit einem einzigen Klick bestellen. Sie brauchen Küchenpapier? Klicken Sie auf den Dash-Button, wählen Sie Ihre Lieblingsmarke für Küchenpapier aus und voila: Sie haben Küchenpapier von Ihrem Amazon-Account aus bestellt.

Amazon ist nicht der einzige innovative Einzelhändler in dieser sich schnell verändernden Branche. Target hat vor kurzem Shipt übernommen. Mit dieser Übernahme kann Target Lieferungen von Online-Bestellungen aus lokalen Stores am selben Tag anbieten – und nicht nur Nahrungsmittel, sondern alle wichtigen Produktkategorien. Das bedeutet, dass Verbraucher Produkte bequem von zu Hause bestellen können und diese, ohne die typischen Wartezeiten, persönlich zugestellt bekommen.

Möbelhäuser wie Wayfair nutzen die erweiterte Realität, um den Käufern die Möglichkeit zu geben, ansehen zu können, wie die Möbel in ihrem Haus aussehen würden, ohne dass sie je einen Laden betreten. Klicken Sie einfach auf eine Schaltfläche und Sie können sehen, wie ein neuer Sessel zur Dekoration Ihres Wohnzimmers passt.

Durchlebt die weltweite Retail-Branche eine Renaissance oder eine Apokalypse?

Diese Unternehmen streben alle nach demselben Ziel. Sie wollen die Hindernisse für Omnichannel-Käufe beseitigen. Ein Verbraucher will nicht lange Schlange stehen und deshalb gibt es in Läden ohne Kassen keine Schlangen mehr. Wenn Verbraucher überhaupt nicht in einen Laden gehen möchten, dann müssen sie dies auch nicht tun. Sie müssen nur auf eine Schaltfläche klicken und der Artikel wird zu ihnen nach Hause geschickt. Und wenn sie nicht auf ein Paket warten möchten, gibt es auch Optionen für eine Lieferung am selben Tag. Aber was ist mit dem klassischen Anfassen? Was passiert, wenn Verbraucher ein Produkt nicht kaufen möchten, ohne es vorher aus nächster Nähe betrachtet oder ausprobiert zu haben? Hier kommt Augmented Reality (AR) ins Spiel. Ein Verbraucher kann ein Produkt bequem zu Hause „ausprobieren“ und wird so ein gutes Gefühl bei großen digitalen Käufen haben.

Trotz der großen Veränderungen in der Branche sind dies aufregende Zeiten für Einzelhändler. Einzelhändler, die sich an die neue Normalität anpassen können, verstehen sie als Renaissance und nicht als Apokalypse.

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