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Warum sind Tests „in-the-wild“ so wichtig?

Julien Mascaro •  8. März 2018

Viele Unternehmen verfügen über interne Qualitätssicherungslabors, die es ihnen ermöglichen, ihre Produkte zu testen, bevor sie auf dem Markt eingeführt werden. Die Laborergebnisse mögen zufriedenstellend ausfallen, dennoch kann es vorkommen, dass einige Werte nicht immer der Wirklichkeit entsprechen.

In der Tat befinden sich die Benutzer in Situationen und an Orten verschiedenster Art, die sich schwer reproduzieren lassen, und dies wirkt sich auf die Konnektivitäts- und Verbindungsbedingungen und letztendlich auf die Funktion Ihres Produkts aus.

Um sicherzugehen, dass Ihr Produkt stets wie vorgesehen funktioniert, haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • Sie können selbst Tests unter realen Bedingungen im Labor oder im Rahmen eines Betatest-Programms mit den Benutzern durchführen und dabei versuchen, die Nutzung Ihres Produkts unter den Bedingungen Ihrer Zielkundschaft so realitätsnah wie möglich zu reproduzieren. Die Automatisierung Ihrer Tests für grundlegende Funktionen ist ebenfalls eine Lösung, um die wichtigen Ressourcen zu testen, die benötigt werden.

  • Sie können sich an ein Unternehmen wie beispielsweise Applause wenden, das einen integrierten Test-Service „in-the wild“, das heißt „in freier Wildbahn“ anbietet. Applause verfügt über eine Community aus Testern in mehr als 190 Ländern, die mehr als 2,4 Millionen Peripheriegeräte nutzen.

Die erste Lösung ist kostspielig und zeitraubend, obwohl sie intern stattfindet. Sie ist zudem nicht in der Lage, alle Kombinationen aus Geräten und Betriebssystemen der Benutzer abzudecken, da es nahezu unendlich viele davon gibt. Der integrierte Test-Service „in-the-wild“ von Applause hingegen ermöglicht es, weitaus mehr Szenarien zu reproduzieren, denen die Benutzer im täglichen Leben gegenüberstehen.

Was steht hinter dem Testkonzept „in-the-wild“?

Beim Testen „in-the-wild“ kommt ein dezentrales Team aus Testern zum Einsatz, die Ihre Anwendung, Ihre Website oder Ihr angeschlossenes Gerät unter realen Bedingungen testen. Das Testen „in-the-wild“ kann auf verschiedene Arten erfolgen:

Testing am Endgerät: Dies ist der gängigste Test, ganz gleich, ob es sich um eine Anwendung, eine Website oder einen Prototypen handelt, denn er ist auf das Produkt selbst ausgerichtet. Er kann explorativen Charakter haben – hierbei benutzen die Tester die Anwendung so, wie es ihrer Meinung nach richtig ist – oder eher methodisch mit Testfällen erfolgen, die von Applause oder von Ihnen selbst aufgestellt werden. Er stellt im Allgemeinen die Voraussetzung für alle anderen Testmodi dar.

Testing im alltäglichen Leben: Bei dieser Testart testet das Team die Anwendung im Alltag, beispielsweise in öffentlichen Transportmitteln, bei einer Interaktion in einem Geschäft oder während sportlicher Aktivitäten. Diese Phase kommt jenen Bedingungen am nächsten, unter denen die Benutzer Ihre Produkte verwenden.

Szenario-Testing: Hierbei testet das Team einen oder mehrere kritische Punkte der Anwendung, beispielsweise das Bezahlen eines Artikels in einem Geschäft oder die Fahrt von einem Ort zum anderen mithilfe Ihrer Anwendung oder des angeschlossenen Geräts. In dieser kritischen Phase ist der Tester direkt beteiligt, denn er versetzt sich in die Lage des Endbenutzers, um festzustellen, ob das digitale Erlebnis den Erwartungen der Öffentlichkeit entspricht.

Diese Methoden sind keinesfalls exklusiv und können sehr gut miteinander kombiniert werden, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen. Neben Feedback zu möglichen Bugs im Produkt ermöglicht Ihnen das Testen „in-the-wild“, Ihr Testerteam nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen zu vergrößern, wesentliche Probleme bei der Benutzung zu beheben und Engpässe zu beseitigen, zu denen es in manchen Ländern und insbesondere an manchen Orten kommen kann.

Zwei mögliche Szenarien für Tests „in-the-wild“:

Sie sind ein Transportunternehmen In einem städtischen Gebiet und möchten Ihre neue Anwendung zur Beurteilung von Fahrten, Fahrplänen und Fahrkartenkauf testen. Mit einem anfänglichen Test des Softwareteils können Sie sich vergewissern, dass die Berechnung, die Planung eines Fahrtwegs und der Kaufprozess ordnungsgemäß funktionieren. Anschließend können Sie in Erfahrung bringen, ob der Benutzer in der Lage war, seinen Fahrtweg mit der Anwendung zu planen und von einem Punkt zum anderen zu fahren. Mit einem Test „in-the-wild“ können Sie das gesamte digitale Erlebnis Ihres Produkts auf die Probe stellen.

Die Bewertungen für Ihren angeschlossenen Fitness-Tracker fallen nicht immer positiv aus. Mit einem Test „in-the-wild“ können Sie Ihr Produkt von unserer Community unter realen Bedingungen testen lassen. Diese wird anschließend ihre ehrliche Meinung abgeben und Ihnen all das Feedback geben, das Sie benötigen, um Ihr Produkt zu verbessern. Von der Aufzeichnung bis hin zur Verwendung beim Lauftraining erfahren Sie in nur wenigen Stunden, wo sich die Schwachpunkte in Ihrer Anwendung befinden und können diese umgehend beseitigen.

Weitere Informationen zum integrierten Testing-Service „in-the-wild“ von Applause finden Sie in diesem kurzen Video.

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