{"id":82279,"date":"2019-02-14T05:00:00","date_gmt":"2019-02-14T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.applause.com\/blog\/agile-methoden-produktansatz-optimieren\/"},"modified":"2025-07-21T11:22:50","modified_gmt":"2025-07-21T15:22:50","slug":"agile-methoden-produktansatz-optimieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.applause.com\/de\/blog\/agile-methoden-produktansatz-optimieren\/","title":{"rendered":"Agile Methoden &#038; der Produktansatz &#8211; den Unternehmenserfolg optimieren"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_pb_section_0 et_pb_section et_section_regular et_flex_section preset--module--divi-section--31615dad-3f88-477f-a866-c2b40c889be5\"><div class=\"et_pb_row_0 et_pb_row et_flex_row\"><div class=\"et_pb_column_0 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_24_24 et_flex_column_24_24_tablet et_flex_column_24_24_phone et_flex_column_24_24_phoneWide et_flex_column_24_24_tabletWide et_flex_column_24_24_widescreen et_flex_column_24_24_ultraWide\"><div class=\"et_pb_text_0 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-text--divi-font-body--default preset--group--divi-text--divi-font-body--h19rs5u--default preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--default preset--module--divi-text--4564d33f-bb24-4931-8445-a739e42249ca\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><h1>Agile Methoden &amp; der Produktansatz \u2013 den Unternehmenserfolg optimieren<\/h1>\n<p>Ist dein Unternehmen durch Zufall erfolgreich? In seinem neuen Artikel bietet Jean-Pierre Lambert Hilfestellung bei der Bewertung des eigenen Produktansatzes anhand einiger zentraler Kriterien.<\/p>\n<p>In einem wirklich agilen Umfeld zu arbeiten, hat etwas sehr Erf\u00fcllendes.\u00a0<a role=\"link\" href=\"https:\/\/www.applause.com\/de\/software-agile-testen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Agile Unternehmen<\/a>\u00a0erbringen kontinuierlich Leistung auf einem hohen Level und generieren Wert in hohem Tempo, insbesondere in zwei Kernbereichen. Sie sind in der Lage, innerhalb kurzer Zeit L\u00f6sungen entwickeln und auf den Markt bringen (\u201eTime to Market\u201c), aber auch schnell die richtige L\u00f6sung zu definieren, die Umsatz generieren wird (was man als \u201eTime to Product\/Market Fit\u201c bezeichnen k\u00f6nnte).<\/p>\n<p>Ist auch deine Firma ein solches Unternehmen?\u00a0<strong>Ist sie wirklich agil oder arbeitet sie in Wahrheit nach dem Waterfall-Approach, das als agiler Prozess getarnt ist?<\/strong>\u00a0Ich empfehle, einen Schritt zur\u00fcckzutreten und das Unternehmen aus einem \u00fcbergeordneten Blickwinkel zu betrachten. Von hier ist eine produktbezogene Perspektive m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Bei der Bewertung des eigenen Unternehmens gibt es einige zu ber\u00fccksichtigende Elemente. Ein wirklich agiles Unternehmen erf\u00fcllt die folgenden vier Aspekte:<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2610 Die Vision ersetzt die Roadmap<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2610 Entscheidungen sind datengetrieben und basieren auf Fakten<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2610 Die Teams sind in den Produktprozess eingebunden<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2610 Alle Teams arbeiten nach agilen Methoden und unterst\u00fctzen die Produktvision<\/strong><\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf des Artikels werden diese vier Aspekte anhand von Beispielen veranschaulicht.<\/p>\n<h3><strong>1. Die Vision ersetzt die Roadmap<\/strong><\/h3>\n<p>\u2611 Es wird keine Roadmap erstellt. Stattdessen sind die im Unternehmen durchzuf\u00fchrenden Ma\u00dfnahmen gut priorisiert. Man konzentriert sich nur auf die Ma\u00dfnahme mit der h\u00f6chsten Priorit\u00e4t und geht erst dann zur n\u00e4chsten Ma\u00dfnahme \u00fcber, wenn die vorige abgeschlossen ist. Das Projekt wird \u00fcber ein Kanban-Tool koordiniert.<\/p>\n<p>\u2611 Es wird keine langfristige Roadmap erstellt. Das gesamte Unternehmen arbeitet in kurzen Zyklen (z.B. sechs Wochen) und entscheidet nach jedem Zyklus, was es als n\u00e4chstes tun wird. \u00dcber diese sechs Wochen hinaus wird nichts geplant.<\/p>\n<p>\u2611 Eine Roadmap beschreibt die gesch\u00e4ftlichen Effekte (z. B. Anstieg der Nutzerzahl) ohne eine konkrete Terminangabe. Sie vermittelt die Vision, nennt aber nicht die einzelnen Schritte, die zur Erreichung dieser Vision notwendig sind.<\/p>\n<p>\u2612 Es ist eine Roadmap erforderlich. Sie listet alle Aufgaben f\u00fcr das bevorstehende Jahr auf und nennt alle geplanten Funktionen und einen konkreten Fertigstellungstermin.<\/p>\n<h3><strong>2. Entscheidungen sind datengetrieben und basieren auf Fakten<\/strong><\/h3>\n<p>\u2611 Das Unternehmen kennt den Unterschied zwischen Annahmen und Fakten und versucht aktiv, seine Annahmen zu validieren oder zu widerlegen, um faktenbasierte Entscheidungen zu treffen. Es wendet also den Lean-Startup-Ansatz an, den ich in einem fr\u00fcheren Artikel beschrieben habe.<\/p>\n<p>\u2611 Das grundlegende Arbeitselement ist nicht Funktionalit\u00e4t, sondern Experimentieren. Im Mittelpunkt der Bem\u00fchungen des Unternehmens steht nicht, irgendeine eine L\u00f6sung zu bauen, sondern die richtige L\u00f6sung zu finden.<\/p>\n<p>\u2611 Das Unternehmen misst den Erfolg der Produktentwicklung durch A\/B-Tests.<\/p>\n<p>\u2611 \u201eAbgeschlossen\u201c bedeutet, dass die Auswirkungen auf das Produkt gemessen und analysiert wurden, woraus sich R\u00fcckschl\u00fcsse ableiten lassen.<\/p>\n<p>\u2612 Entscheidungen basieren auf \u00dcberzeugungen oder Vorschl\u00e4gen und orientieren sich an vordefinierten Mustern oder an Wettbewerbern.<\/p>\n<p>\u2612 Es erfolgt kein Monitoring des Nutzerverhaltens.<\/p>\n<p>\u2612 Es gibt keine A\/B-Testpraxis.<\/p>\n<h3><strong>3. Die Teams sind in den Produktprozess eingebunden<\/strong><\/h3>\n<p>\u2611 Designrollen (Designer, UX) und Datenanalyset\u00e4tigkeiten (Data Scientists, Business Analysts) sind in die Teams eingebettet.<\/p>\n<p>\u2611 Die Teams definieren nicht nur die zu implementierenden L\u00f6sungen, sondern stellen die zu l\u00f6senden Probleme auf Basis von Gesch\u00e4fts- und Benutzerdaten in Frage.<\/p>\n<p>\u2612 Entscheidungen \u00fcber Produktentwicklungen werden von F\u00fchrungskr\u00e4ften getroffen.<\/p>\n<p>\u2612 Eine eigene Produkt-, Produktmanagement- oder User Experience-Abteilung ist f\u00fcr die Erarbeitung k\u00fcnftiger L\u00f6sungen verantwortlich. Teams werden entweder au\u00dfen vor gelassen oder nur wegen ihrer fachlichen Expertise hinzugezogen. Insbesondere werden Entwickler grunds\u00e4tzlich nicht zu User-Test-Sessions eingeladen.<\/p>\n<p>\u2612 Wenn ein Entwickler oder ein anderes Teammitglied eine Produktentscheidung in Frage stellt, wird diese Meinung nicht ber\u00fccksichtigt und mitunter sogar die Stirn dar\u00fcber gerunzelt.<\/p>\n<p>\u2612 Teams, und insbesondere Entwickler, haben keinen direkten Zugang zu den Usern.<\/p>\n<h3><strong>4. Alle Teams arbeiten nach agilen Methoden und unterst\u00fctzen die Produktvision<\/strong><\/h3>\n<p>\u2611 Das Budget-Management erm\u00f6glicht es, durch einen iterativen und kurzfristigeren Ansatz Chancen wahrzunehmen.<\/p>\n<p>\u2611 Neue Ger\u00e4te oder Services sind leicht verf\u00fcgbar. So kann beispielsweise der Kauf neuer mobiler Endger\u00e4te (z. B. Smartphones, Tablets) ohne Verz\u00f6gerung stattfinden. Die Rechtsabteilung fungiert eher unterst\u00fctzend als bremsend und erleichtert durch ihre Expertise die Inanspruchnahme neuer Services.<\/p>\n<p>\u2611 Marketing-, Vertriebs- und Kundendienstabteilungen bringen Kontinuit\u00e4t in die Entwicklung neuer Softwareversionen.<\/p>\n<p>\u2611 Die Messung der Performance des Teams entspricht der des Gesamtproduktes und damit des Unternehmens.<\/p>\n<p>\u2611 Andere Abteilungen (z. B. Marketing, Vertrieb, Support, Rechnungswesen usw.) verfolgen eine echte Service-Philosophie und sind bestrebt, den Teams die Arbeit zu erleichtern und sie bei der Erreichung der Unternehmensziele zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u2612 Nur die F&amp;E- oder ISD-Abteilung verfolgt eine agile Arbeitsweise. Die \u00fcbrigen Abteilungen (z. B. Marketing, Vertrieb, Support, Rechnungswesen, Einkauf, Rechtsabteilung usw.) arbeiten weiter wie bisher.<\/p>\n<p>\u2612 Budgets werden von Jahr zu Jahr verhandelt.<\/p>\n<p>\u2612 Das Wichtigste ist die Einhaltung des Prozesses. So sind beispielsweise Kaufvorg\u00e4nge langwierige Verfahren, bei denen die Rechtsabteilung ein uneingeschr\u00e4nktes Vetorecht hat.<\/p>\n<p>\u2612 \u201eAbgeschlossen\u201c bedeutet, dass eine neue Version der Software ausgeliefert wurde. Die Auswirkungen auf den Nutzer oder das Unternehmen werden nicht hinterfragt.<\/p>\n<p>\u2612 \u201eEffizient\u201c bedeutet, dass neue Softwareversionen schnell ausgeliefert werden. Die Rentabilit\u00e4t des Produkts wird nicht in Frage gestellt.<\/p>\n<h3><strong>Wie agil ist dein Unternehmen?<\/strong><\/h3>\n<p>Was einen erfolgreichen agilen Ansatz im Kern ausmacht, l\u00e4sst sich in einem Satz zusammenfassen:<\/p>\n<p>\u201eEmpirisch arbeiten und Konzentration auf das Gesch\u00e4ft stehen an erster Stelle.\u201c<\/p>\n<p>Diese Aspekte bilden die Basis f\u00fcr echte Agilit\u00e4t, denn:<\/p>\n<p>Die Wahrheit findet sich in realen Einsatzbedingungen mit Endnutzern wieder, aber auch in den H\u00e4nden der Teams, die die L\u00f6sung entwickeln. Dies l\u00e4sst sich nur durch\u00a0<a role=\"link\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Experimentieren\u00a0<\/a>herausfinden\u2026<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Bem\u00fchungen des Unternehmens sollten mit der Produktvision in Einklang stehen. Und diese Produktvision sollte das erste sein, an das man denkt, wenn man Erfolg messen will.<\/p>\n<p>Welches Risiko geht man ein, wenn man nicht\u00a0<a role=\"link\">agil wird<\/a>? Das l\u00e4sst sich leicht beantworten. Wenn man das falsche Produkt zu sp\u00e4t entwickelt, wird man am Markt von der Konkurrenz \u00fcberholt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist dein Unternehmen durch Zufall erfolgreich? 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