Zahlungsausfälle minimieren

Effektive Maßnahmen gegen Warenkorbabbrüche

Wusstest du, dass in 2018 die Warenkorb-Abbruchquote auf europäischen Mobilgeräten rund 85 Prozent betrug und dass nur ein Prozent aller Internetnutzer beim ersten Besuch eines Online-Shops einen Kauf tätigt? Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt das Problem aber nicht auf Seiten der Verbraucher, sondern die Website oder App des Shops ist der Verursacher für den Kaufabbruch. Um Maßnahmen gegen Warenkorb-Koller einleiten zu können, ist es daher unerlässlich, die Gründe für einen Warenkorbabbruch zu verstehen.

Was sind die häufigsten Gründe für Abbrüche von Warenkörbe?

Es gibt eine Vielzahl an Ursachen für Kaufabbrüche auf Websites oder in Apps. Die wohl häufigsten Warenkorb-Killer sind die folgenden:

Zeitaufwendiger und umständlicher Bestellprozess

Oft scheitern Kaufabschlüsse an einem unnötig langwierigen und komplizierten Bestellprozess, insbesondere wenn es zwingend notwendig ist, ein Kundenkonto anzulegen, um den Kauf abschließen zu können. Aus Käufersicht sind unnötige Verlängerungen des Kaufprozesses und Hindernisse beim schnellen Einkaufen sowie das wiederholte Anlegen eines Kundenkontos höchst abschreckend. Statt wenigen Klicks bis zum Kaufabschluss müssen dann meist Umwege über die Registrierung des Kundenkontos im eigenen E-Mail Postfach gegangen werden.

Mangelnde Transparenz zu Extrakosten wie z.B. Versandkosten

Einer der häufigsten Gründe für einen Warenkorbabbruch ist die fehlende Angabe der Versandkosten oder anderen Gebühren und Steuern, insbesondere wenn diese erst im Moment der Zahlung bzw. beim Checkout ersichtlich werden. Nutzer kommen jedoch Billigpreisen (die erst am Ende des Bestellschritts durch die Versandkosten signifikant angehoben werden) schnell auf die Schliche.

Unpassende Zahlungsmodalitäten

Nicht selten scheitern Kaufabschlüsse an der letzten Hürde: der Zahlung bzw. genauer gesagt an der mangelnden Auswahl an Zahlungsmethoden. Insbesondere für internationale Shopbetreiber und Online-Shops mit unterschiedlichsten Alters gilt es die passende Zahlungsmethode für das entsprechende Land und die entsprechende Altersgruppe anzubieten.

Natürlich gibt es noch weitere Conversion- bzw. Warenkorbkiller. Diese findest du in unserem E-Book 'Wie lassen sich Kaufabbrüche im Warenkorb vermeiden' aufgelistet.

Shopping Cart Abandonment Gruende
Bestellvorgang Optimieren

Die passende Strategie gegen Warenkorbabbruch: Den Checkout optimieren

Folgende Best Practices sollten bei der Gestaltung des Bestellvorgangs berücksichtigt werden:

Der erste Schritt “Artikelauswahl und Prüfen des Warenkorbs” sollte bereits vollständige Produktinformationen mit Angaben zu Versand, Steuern, Lieferdauer enthalten. Angaben dazu, wie sich die Kosten jeweils ergeben (z. B. Größe und Gewicht der Ware) erhöhen weiterhin den Grad der Professionalität und mindern Kaufabbrüche. An dieser Stelle sollte der Kunde die Möglichkeit erhalten die Stückzahl abzuändern und per Foto-Gallerie die Ware nochmal zu begutachten. Weitere Angaben wie Zusatzprodukte, Geschenkverpackung und eine Kontaktmöglichkeit ermutigen den Kunden einen Schritt weiter im Bestellvorgang zu gehen.

Im zweiten Schritt, der “Eingabe der Kundendaten” sollte dem Nutzer einfach und unkompliziert die Möglichkeit geboten werden, entweder ein neues Kundenkonto zu erstellen (die Abfrage der Daten von einem anderen Konto wie z. B. Gmail vereinfacht die Eingabe), sich mit einem bestehenden Konto anzumelden oder einen Gastzugang ohne weitere Verpflichtungen zu benutzen.

Im dritten Schritt der “Lieferangaben” ist es besonders wichtig, mehrere Lieferarten und Lieferdienste anzubieten, da diese regionsabhängig und aufgrund persönlicher Präferenzen stark variieren können. Bei dem vierten Schritt der “Zahlung” ist es besonders wichtig gängige Bezahlmöglichkeiten (z. B. Kartenzahlung, Überweisung, Paypal) sowie die bei der jeweiligen Zielgruppe beliebtesten Zahlungsdienste aufzuführen. Der 5. Schritt der “Bestellbestätigung” enthält dann nochmal alle Informationen übersichtlich aufgeführt.

Funktioniert dein Online-Shop für jeden deiner Kunden, überall?

Für international tätige Online-Shops kann die Zielsetzung eine optimale User Experience und eine hohe Conversion-Rate in allen Ländern und bei allen Käufergruppen eine immense Herausforderung bedeuten.

Digitale Lokalisierungstests mit realen Nutzern berücksichtigen sämtliche Präferenzen der Endanwender zu Sprache und Kultur, Zahlungsmitteln, UX und UI sowie funktionalen Aspekten des Online Shops (Web/Mobile/Voice). Erfahre mehr hierzu auf unserer Landingpage zu Lokalisierungstests oder erfahre mehr über die Gründe von Warenkorbabbrüchen und Strategien gegen Warenkorbkillern in unserem E-Book 'Wie lassen sich Kaufabbrüche im Warenkorb vermeiden'.

„Wir wollten aus jedem möglichen Blickwinkel testen, was mit einem rein internen Team unmöglich ist. Es sollten Nutzer in Regionen wie Südamerika und China erreicht werden und mit uTest war uns das relativ einfach möglich.“
Shie Erlich, Testing Manager, Microsoft
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