Wie der Abstand zwischen Entwurfsplan und User Experience geschlossen werden kann
UX Corner

Wie der Abstand zwischen Entwurfsplan und User Experience geschlossen werden kann

Dan Haggerty • 30. November 2017

Letztes Jahr waren mehr Fahrzeuge als Telefone mit dem Mobilfunknetz verbunden.

In den USA besitzen bereits 84% der Bevölkerung ein Smartphone. Ähnlich hohe Werte liegen für den deutschen Markt vor. Laut Statista besitzen 78% der Deutschen ein Smartphone. Beide Märkte ebenso wie viele andere Märkte weltweit gelten als übersättigt. Vernetzte Fahrzeuge (Connected Cars) dagegen sind stark im Kommen. Laut einer Marktstudie von Statista haben vernetzte Fahrzeuge 2017 eine Penetrationsrate von 12% gehabt.

Die weitere Verbreitung von vernetzten Fahrzeugen wird von zwei Hauptfaktoren abhängen. Der erste ist, wie gut vernetze Fahrzeuge mit Drittanbieter-Apps interagieren werden. Dies wurde schon im ersten Teil dieser Blog-Reihe zum Thema Connected Cars diskutiert.

Es gibt jedoch einen größeren Engpass, den Produktentwickler aller Branchen kennen: Der Entwurfsplan bzw. der Design-Plan stimmt nicht immer mit den eigentlichen Nutzererwartungen überein bzw. erfüllt sie letztendlich nicht.

Wer von uns hat noch nie eine App heruntergeladen, sich schnell mit ihren Funktionen vertraut gemacht, nur um sie wenige Minuten später wieder zu löschen?

Das Problem ist, dass viele digitale Produkte oft nicht für den Alltagsgebrauch konzipiert sind

Eine Koch-App kann zum Beispiel alle Zutaten haben, die ein Hobbykoch beim Kochen braucht, aber wenn die App keine Freisprechfunktion hat, wird es schwierig, die App mit Eier und Mehl verschmierten Fingern zu benutzen.

Das gleiche gilt für Unternehmen, die an vernetzten Fahrzeugen arbeiten.

Vinay Vaddadi, Engineering Manager, Connected Vehicle & Services bei Ford, präsentierte auf der diesjährigen Applause Konferenz DigitalXChange ‘17 die Herausforderungen, denen sich vernetzte Automobilunternehmen gegenüber sehen.

„Ich muss wirklich verstehen, wie meine Kunden dieses Produkt benutzen, wenn sie mit 100 Kilometer pro Stunde und schreienden Kindern auf dem Rücksitz auf der Landstraße fahren und einen Sprachbefehl ausführen möchten“, sagte Vaddadi während seiner Präsentation.

Damit vernetzte Autos wirklich erfolgreich sein können, müssen Marken erkennen, dass die Verbraucher immer den Weg des geringsten Widerstands wählen werden.

„Damit ein Weg stark befahren wird, muss er nicht nur schön und gut geteert sein. Er muss auch derjenige sein, der einen am schnellsten ans Ziel bringt. Das Gleiche gilt für den Erfolg eines Produkts,“ sagte Vaddadi.

Wie können Unternehmen es schaffen digitale Produkte zu entwickeln, die den Kundenerwartungen entsprechen?

Der Schlüssel liegt darin, die Kundenwünsche zu kennen bzw. sogar vorhersagen zu können, bevor die Produkte auf den Markt kommen oder gar entwickelt werden. Der einzige Weg, dies zuverlässig und konsequent zu tun, ist, direkt an die Quelle zu gehen und echte Kunden zu befragen. Denn wer weiß schon besser, was Ford-Fahrer wollen, als Ford-Fahrer selbst?

Vaddadi setzt die Service-Lösungen von Applause ein, um die Bedürfnisse und Wünsche der Ford-Kunden besser zu verstehen. Auf diese Weise kann das Unternehmen zuverlässig prognostizieren, wie Kunden ihre vernetzten Autos im Alltag benutzen werden.

„Der Zugang zum Crowdtesting verschafft Ihnen nicht nur Zugang zu neuen, sich täglich ändernden disruptiven Technologien, sondern auch zu den Nutzern, die sie in Echtzeit nutzen“, fügte Vaddadi hinzu. „Diese Fähigkeit hat uns einen großen Mehrwert gebracht und unsere Qualität deutlich verbessert“.

Sehen Sie sich die vollständige Präsentation von Vaddadi an der DigitalXChange an, um mehr darüber zu erfahren: